Schamlippenverkleinerung Krankenkasse

Übernimmt die Krankenkasse eine Schamlippenverkleinerung?

Die Krankenkassen übernehmen die Kosten für eine Labioplastik (Schamlippenkorrektur) nur in einigen, speziellen Fällen. Um sich die Schamlippen verkleinern zu lassen, muss eine eindeutige medizinische Indikation vorliegen. Das heißt, dass die Krankenkasse nur für die Kosten eintritt, wenn die Patientin ohne eine Operation körperliche oder psychische Beeinträchtigungen erleidet. Für Sie bedeutet das, dass Sie von einem Arzt eine Bescheinigung brauchen, dass Sie z. B. unter Schmerzen bei Sportbetätigungen, beim langen Sitzen auf hartem Untergrund oder beim Geschlechtverkehr leiden. Als psychische Gründe könnten angeführt werden, dass Sie sehr unter indiskreten, voyeuristischen Blicken in der Sauna oder am Nackbadestrand leiden, dass Ihr Selbstwertgefühl bis hin zur Depression und massiven Ängsten gestört ist und Ihre sexuelle Identität sich nicht entwickeln kann.

Bei einer Operation, die einzig der Verschönerung Ihres Genitalbereichs dient, übernimmt die Krankenkasse die Kosten nicht. Die Grenze allerdings, wann eine Schamlippenverkleinerung als medizinische Notwendigkeit beurteilt wird im Gegensatz zu einer reinen Schönheitsoperation verläuft fließend.